Ihr denkt vielleicht, die große Samstagsabend-Show ist tot, aber nicht doch: Einmal im Jahr wird gnadenlos gequizzt, so will es die Rückspul-Tradition! Deswegen treffen zum dritten Mal die Rate-Titanen Gerrit, Jan und Sebastian aufeinander, um sich knifflige Hinweise um die Ohren zu hauen, bis die Prominenten vergangener Jahrzehnte erkannt sind und die Punkte prasseln.
Wir wünschen gepflegte Unterhaltung – und Finger weg von der Wikipedia!
Wer die ersten beiden Ausgaben dieses Formats nachholen möchte, findet diese in unseren Folgen 40 und 53.
Der Dachboden im Haus von Gerrits Eltern. Der Kellerraum, der verrückterweise direkt unter Sebastians ehemaligem Kinderzimmer liegt. Die Garage, die Jan bei einem Lüdenscheider Hotel anmietet. Diese Orte sind Speicher der Überreste der Rückspul-Kindheiten.
In dieser Sendung sind die drei Podcaster in diese Orte hinauf, hinab und hinein gestiegen. Doch im Gegensatz zum Grab des Tutanchamun, als Howard Carter es entdeckte, haben in diesen Kammern bereits Räuber namens Zeitungsannonce und Flohmarkt gewildert.
Dennoch bargen die drei Archäologen jeweils zehn kostbare wie rätselhafte Artefakte und brachten sie mit in diese Sendung.
Vor einem guten Jahr erzählte die Rückspultaste in Folge 48 (486er mit 66 MHz) darüber, wie der PC in den Jugendzimmern der Podcaster ankam. Doch, machen wir uns nichts vor, für viele waren diese klobigen Tower mit DX-Prozessoren der Einstieg in eine neue Spielewelt.
Dabei waren die Personal Computer von IBM in den ausgehenden Achtzigern, was Gaming angeht, eine monochrome Angelegenheit mit Piepssound, über die C64- und Amiga-Daddelnde nur schmunzeln konnten. Wie kam es also zum großen Durchbruch des PC als Spielemaschine der Neunziger? Was hatte die unerwartete Großzügigkeit eines Vaters damit zu tun? Und welche Spiele waren gern gesehen Gäste in Diskettenschächten und CD-ROM-Laufwerken? (Single Speed, versteht sich.)
Simon und Sebastian erinnern an eine große Technik-Explosion und schwelgen in Erinnerungen ihrer heißesten Spielerzeiten.
Es war einmal ein umstrittener Mann, der hieß Jeff und war steinreich. Als Jeff noch klein und arm war und keinen eigenen Laden hatte, verließen die Menschen ihre Häuser und suchten Geschäfte auf. Um Nahrungsmittel zu holen. Und Dinge, die unter das rätselhafte Rubrum „Kurzwaren“ fielen. Millionen Kinder wurden in Klamottenläden ins Langeweile-Wachkoma versetzt, nur um ein paar Meter weiter mit glänzenden Augen vor den wunderbarsten Spielwaren zu erstarren. Und doch gab es damals längst nicht alles zu kaufen, weil besagter Jeff noch zu klein und zu arm war.
Aus dieser Zeit erzählen euch heute Sebastian, Jan und Simon Geschichten am laufenden Kassenband. (Und raunen sich dabei immer wieder ein geheimes Zauberwort zu: „Globus.“)
Dies ist der zweite Teil unserer Konsum-Rückschau. Der erste Teil umfaßte die Historie eines untergegangenen Einkaufszentrums in der Lüdenscheider Provinz, unsere Folge Nummer 17: Jäger des verlorenen Centers.
Die Jahresrückblicke der Taste erzählen im Schnelldurchlauf von weltbewegenden Dingen. Das ist immer schön! Heute aber zoomen Christian und Sebastian wieder ganz nah ran ans Kleine, Juvenile, Persönliche und Alberne.
Mit Hilfe ihrer sogenannten Tagebücher wagten die beiden einen Streifzug durch die zweite Januarhälfte des Jahres 1994. Als Sebastians Vater auf Kur war, als Christian endgültig mit der Neujahrsdiät brach, als es auf die Halbjahreszeugnisse der achten Klasse zuging – und als ihre Welt noch erstaunlich un-digital war.
Diese Folge ist zwar auch dann spektakulär und banal zugleich, wenn ihr den ersten Teil dieser Sendereihe noch nicht gehört habt, aber es hilft!
Die Nacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtsfeiertag ist seit jeher eine der längsten und dunkelsten des Jahres. Doch wie lang und dunkel diese Nacht im Jahr 2020 sein würde, das hatte Simon nicht geahnt. Eigentlich saß er friedlich schlummernd im elterlichen Ohrensessel, doch eine Verkettung verrücktester Umstände verschlug ihn in den analogen Äther, wo er einer Entität begegnete, die gleichzeitig Sebastian und Doch-Nicht-Sebastian war.
Gemeinsam flutschten die beiden durchs Kabelnetz und erkundeten dabei drei Geschichten aus der Fernseh- und Medienhistorie – eine Reise, die sie in zunehmend merkwürdigere und unheimlichere TV-Gefilde führte. Denn manchmal, wenn man zu tief ins Rauschen starrt, starrt das Rauschen zurück.
Das Team der Rückspultaste wünscht allen Hörerinnen und Hörern gruselige Unterhaltung und ungruselige Feiertage.
Eine liebgewonnene November-Tradition ist er, unser nunmehr vierter Jahresrückblick. Wieder einmal spulen wir 35 Jahre zurück und gehen ins Jahr 1985. Jan, Christian und Sebastian knöpfen sich über 200 teilweise weltbewegende, teilweise unbedeutende Meldungen aus Politik, Popkultur und Lokalzeitungen vor.
Begleitet uns in das Jahr von Bum-Bum-Boris, Turnschuh-Ministern und Super Mario, lauscht tragischen Geschichten aus Sebastians Familiengeschichte sowie über einen Affen namens Petermann – und düst mit dem DeLorean aus der Lindenstraße direkt in die Schwarzwaldklinik.
In einer schwülen Vollmondnacht im Jahr 1987 machten sich drei Highschool-Schüler auf den Weg zum Landhaus der Familie Edison. Viele gruselige und blutrünstige Gerüchte rankten sich um das Gemäuer, weswegen man sogar tagsüber einen großen Bogen darum machte. Doch feige sein kam nicht in die Tüte – selbst nicht für scheue Physik-Nerds – denn es galt, eine holde Mitschülerin aus den Fängen eines wahnsinnigen Wissenschaftlers zu befreien. Aber auch, sich durch ein Grafik-Adventure zu puzzeln, das die Gaming-Welt revolutionieren sollte.
Seither begaben sich zahllose Abenteuerlustige in das Edisonsche Anwesen – und weil es Sebastians liebstes Computerspiel aller Zeiten ist, sitzt er heute nicht nur vor dem C64, sondern wird zum digitalen Abbild seiner selbst und steigt unmittelbar ins pixelige Geschehen ein. Seine beiden wackeren Mitstreiter sind Greenhorn Gerrit und Spezialist Simon.
Die drei treten an, um a) der Faszination und dem Vermächtnis der Mutter aller Point&Click-Adventures auf die Spur zu kommen, b) Sandy zu retten und c) das wildeste aller Gerüchte zu ergründen – nämlich, daß man mit ein wenig Glück den Entwicklerlegenden Ron Gilbert, Gary Winnick und David Fox in ihrem eigenen Spiel begegnen kann.
Seid keine Thunfischköppe und folgt uns ins… Maniac Mansion!
54 Sendungen voller nostalgischem Spaß hat die Rückspultaste schon gesendet. Doch irgendwann Ende der Neunziger war das Moderatoren-Team mit dem Abitur durch und es begann der Ernst des Lebens.
Nachdenklicher als sonst spricht Sebastian mit Jan über die Suche nach einer Aufgabe und den anschließenden Konkurrenzkampf um eine solche. Mit Gerrit über die Rückkehr zur Schulbank und die wohl stressigste Zeit ihrer beider Leben. Mit Christian über die Existenz als kleiner Stift in einem großen Laden. Und mit Simon über bewegte sowie starre Lebensläufe – aber auch über Träume und die Zukunft.
Sie baden gerade Ihre Ohren darin. In einem Podcast? Nein, in der Rückspultaste. Die pflegt Ihre Lauscher schon beim Hören.
Jan und Sebastian betreiben Reklame-Archäologie und bergen über 70 steinalte Fernseh-Werbespots aus ihrer Kindheit. Waren diese merkwürdigen 77 Tage im Frühjahr 1985 das Einknicken eines Giganten oder ein von langer Hand geplanter Marketing-Schachzug? Wie rassistisch waren damals Convenience- und andere Fertiggerichte? Wie wollte man Eltern und Kindern Süßkram als gesund, ja sogar als unverzichtbare Lebensbausteine verkaufen? Und was geschah eigentlich, wenn man den Wüstenrot-Tag verpaßte?
Diese und viele andere Fragen beantworten wir in dem wahrscheinlich längsten Dauerwerbe-Podcast der Welt. Aber Vorsicht: Is cool, Man!