Der Retro-Podcast. Popkultur und Persönliches von gestern, vorgestern und vorvorgestern.

124: In memory of Brandon Tartikoff

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Die DS9-Episode, die Trek am Dienstag in dieser Woche besprach, A Time to Stand, startet mit einer Widmung auf schwarzem Bildschirm: In memory of Brandon Tartikoff. Ein Name, der hierzulande nicht vielen ein Begriff ist.

Doch was ist mit klangvollen Titeln wie The Golden Girls, Miami Vice, The Cosby Show, Seinfeld, Knight Rider, The A-Team und ALF? Die kennen fast alle aus der Generation Rückspultaste – und viele lieben diese Serien. (Okay, Cosby eher weniger.)

In Auftrag gab all diese Serienklassiker – ihr werdet es erraten haben – besagter Brandon Tartikoff, denn er war in den 1980ern Unterhaltungschef beim Sender NBC. Damals der jüngste Executive seiner Art, dessen Hits ein Network vom Schlußlicht in einen Spitzenreiter verwandelten und der selbst in den USA zu einem Medien-Superstar avancierte.

1997 starb Tartikoff im Alter von gerade einmal 48 Jahren. Ein Mann, der das Fernsehen liebte und es wie kein anderer formte. Die Rückspultaste wirft ein Blick auf Tartikoffs Leben und sein überreiches Schaffen, voller TV-Philosophie und Anekdoten.

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  1. Philipp Mühlheim

    Warum „Cosby eher weniger“? Könnt ihr einfach nicht zwischen einer wunderbaren TV Serie und dem Privatleben unterscheiden? Cancelt ihr auch Michael Jackson? House of Cards?

    • Sebastian

      In unserer Sendung vom letztem Jahr, Pryor/Cosby, äußern wir uns viel differenzierter als in diesem Beschreibungstext einer Folge, in der es um einen anderen Mann geht. Besagte Folge ist im Beschreibungstext sogar verlinkt. Viel Spaß beim Hören.

      Heute geht es um Brandon Tartikoff. Über den man nicht sprechen kann, ohne dessen größte Fernsehhits zu nennen. Unter denen nun mal einer ist, bei dem „was ist“. Den unkommentiert in einer Aufzählung zu nennen, wäre journalistisch unsauber. Dann lieber ein möglichst wortarmer Fingerzeig. Genauer gesagt vier von 162 Worten. Du kannst Dich gern auch zu den restlichen 158 äußern, da stehen eine Menge Serien, die Du vielleicht gesehen hast.

      Letztlich leitest Du aus den ironischen vier Worten, die sogar das relativierende Wort „eher“ enthalten, das maximal starke „Canceln“ ab. Glückwunsch, Du folgst genau dem Übertreibungsmechanismus, den Social Media bekommen, benutzen und monetarisieren will. Schade, dass das hier im Blog nicht geht, wir dürfen das umsonst lesen.

      Wir möchten das auch nicht weiter diskutieren, das haben wir bereits mehrfach getan.

      • Bridge 66

        Schade, dass ihr hier keinen „Like“ button habt, daher auf diesem Wege: 👍

      • Dede

        Ich bekomme eine Szene nicht aus dem Kopf. Nämlich die aus High Fidelity (mit John Cusack) wo Jack Black sich im Plattenladen über ein Kleidungsstück lustig macht. „Ein Cosby Pullover !“ Das sagt alles für mich über diesen Typen aus. Ich habe die Serie nie geschaut und habe auch das meiste von den Skandalen gar nicht mitbekommen. Für mich ist das auf ewig und 3 Tage der Typ, der gschmacklose Pullover getragen hat.

  2. Nils

    Simon verwechselt da ein bisschen was: zur Quotenerhebung wurden Systeme durch die GfK eingesetzt – nicht GEZ.
    Die GfK war die Gesellschaft für Konsumforschung, während die GEZ die Vorgängereinrichtung des heutigen Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio war.

    • Simon (Team)

      Stimmt natürlich, danke für die Korrektur: Gemeint war die GfK, nicht die GEZ. Das war ein Versprecher im Eifer des Gefechts.

  3. Christian Berger

    Ich hätte hier übrigens ein noch halb zusammengebautes Setup um Musikkassetten effizient zu digitalisieren. Das ist ein leicht modifiziertes Auto-Reverse Kassettendeck mit einem Raspberry PI, welcher die Kassetten erst vor und zurück spult, dann Seite 1 digitalisiert, und dann 2 digitalsiert, und dann aufhört. So kann man leicht eine große Zahl an Kassetten so nebenher digitalisieren… Falls Interesse besteht, einfach melden.

  4. Christian Berger

    Also eine GEZ-Box gab es nie. Ihr meint die GFK-Box (Gesellschaft für Konsumforschung). Die wurde aber kürzlich eingestellt. Jetzt geht das per Streaming oder über Leute die ihre Smart-TVs mit dem Internet verbunden haben. Jeder Sender kann nämlich eine URL mitschicken, die dann beim Umschalten in einem Browser geladen wird. Der zeigt dann eine transparente Webseite an. Darüber kann man aber die Zugriffe auch zählen… oder sogar eigene Webung einspielen.

    • Simon (Team)

      Stimmt natürlich, danke für die Korrektur: Gemeint war die GfK, nicht die GEZ. Das war ein Versprecher im Eifer des Gefechts.

    • Lutz

      Moin Christian,

      also ich habe vor ca. 4 Wochen eine solche GFK-Box bekommen. Die ist zwischen dem HDMI-ARC-Ausgang des Fernsehers und der Soundbase zwischengeschaltet und überträgt das Audiosignal an die GFK. Daraus werden dann die Einschaltquoten ermittelt. Streaming erfassen die zwar auch, ordnen es aber meines Wissens nicht einzelnen Anbietern oder gar Sendungen zu.

      Ich bin mir allerdings auch nicht sicher, ob ich das alles richtig wiedergegeben habe. Ich habe mir das nur vom Techniker erklären lassen und nicht die ganzen Unterlagen durchgelesen.

      Früher gab es übrigens ein ganzes Potpourri an Geräten mit eigener Fernbedienung, Receiver usw. (wir hatten vor ca. 30 Jahren in meinem Elternhaus schon einmal eine GFK-Box). Heute muss ich nur noch mich bzw. die Anzahl der Gäste und deren Alter an der Box anmelden. Und soweit ich weiß, muss nur die GFK-Box Internetzugang haben, nicht der Fernseher.

  5. Christian Berger

    Moment Jan Michel Vincent, der Typ aus 3 mal 9 vom 4.10.1973 und Rick and Morty?
    https://youtu.be/MZsPBPlmD00?si=b5eoFAfOumwAHtqD&t=1506

  6. Christian Berger

    Also das mit der Vorhersage von Streaming ist gar nicht _so_ innovativ. Das war eine Idee die ab Anfang der 1990er häufig diskutiert wurde. Die Ursprüngliche Idee hinter ADSL war, dass man 32 kBit Upstream und ca 1 MBit Downstream hatte. Also gerade den Upstream um die Sendung auszuwählen und 1 MBit um das Video als MPEG1 zu übertragen. Auch BIGFON, das Glasfaserprojekt der Bundespost Anfang der 1980er konnte so was, wie auch die meisten anderen Kabelfernsehprojekte in anderen Ländern. In der Praxis wollte halt die Postgesellschaft nicht selbst Rundfunk machen.

    Es gab, ich glaube 1992 oder so, sogar in „neues“ auf „3sat“ einen Fernsehbericht über so ein Pilotprojekt in den USA. Man konnte sich da einen Film per Menü aussuchen… dann musste ein Techniker auf der Zentralstation die Kassette aus dem Regal nehmen und in einen Videorekorder legen und den Rekorder durchschalten. Man konnte dann den Rekorder von daheim steuern.

    (Ich glaube es ist in „Jahrbuch des elektrischen Fernmeldewesens 1953 oder 1954 oder so“ ein Artikel über „Band VI Rundfunk“. Da hat man überlegt im Bereich von so grob 10-12 GHz Rundfunk zu machen. Der Bereich wird heute von Satelliten und Richtfunkstrecken benutzt. Da das nicht weit geht, und man eine sehr große Bandbreite hat, hat man eine Kapazität die beispielsweise reichen würde um ein individuelles Wunschkonzert zu machen. Quasi Musikstreaming, drahtlos, von der Post.) Korrektur, ich kann den Artikel hier nicht mehr finden. Dafür konnte ich eine Aussage von 1973 finden bei dem schon Leute forderten, dass Rundfunk doch auf Kabel oder Satellit ausweichen sollte.

  7. Christian Berger

    Wenn ihr mal einen relativ mutigen Programmchef sehen wollt, so kann ich euch Kai Blasberg empfehlen. Der hat Tele5 bis zur Übernahme durch Discovery geleitet.

    Unter seiner Leitung entstanden Sendungen wie „Walulis sieht fern“, „Die schlechtesten Filme aller Zeiten“ oder auch so schräges Zeug wie „Metabohème“. Insbesondere „Metabohème“ finde ich wunderbar unverständlich. Das ist eine Sendung bei der man sich fragt, für wen die sein soll… und es ist großartig, dass die auf einem der damals größten Privatsendern laufen konnte.
    https://www.youtube.com/watch?v=0JRLc7mEjG0

  8. Sören Schmitz

    Ich finde es immer wieder schön, was für einen tollen Themenmix ihr im Jahr hinbekommt und bin von der Folge sehr gut unterhalten.

    Ich kannte die Person so nicht und es freut mich immer, wenn ich was in Sachen Fernsehgeschichte neu entdecken und lernen kann. Und spätestens jetzt wird es wohl an der Zeit, dass ich mir die Serie Hillstreet Blues anschauen muss – aber so leicht ist da wohl nicht heranzukommen.

    • Sören Schmitz

      Add on:
      Eine Folge über Late Night und einem deutsch-us-amerikanischen Vergleich fände ich grossartig.

  9. Keipi

    Hi ihr beiden,

    die Folge ist mega unterhaltsam, dickes Lob!!
    Auch ich kenne Brandon Tartikoff, wie Sebastian, erstmal durch Alf, und war ganz erstaunt zu hören wie wichtig er auch für meine Fernsehvorlieben war.

    Ich hab noch eine Anmerkung, die ist ein bisschen korinthenkackermäßig, sorry!

    Ich glaube Irwin Segelstein hat nicht verstanden dass die Hoffnung gestorben ist, sondern Hope -> Bob Hope, der ja auch eine Fernsehgröße zur damaligen Zeit gewesen ist und wichtig für den Sender war.

    Liebe Grüße,

    Lisa

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