024: Komm, wir geh’n ins Kino

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Aus dem Lexikon des Internationalen Films: „Mit der Dokumentation Komm, wir geh’n ins Kino stößt der Rückspultaste-Podcast die Tür auf zu einem Ort der Träume, der in unser aller Köpfen existiert und in dem es fortwährend nach Popcorn riecht. Nennen wir diesen Ort Saal 1. Wir nehmen in seinen roten Samtsitzen Platz und lassen im Lichtspiel zwischen ratterndem Projektor und silberner Leinwand die Kinobesuche unserer Kindheit Revue passieren. Über die sechsstündige Laufzeit hinweg zeichnet die Aneinanderreihung unterschiedlicher Gesprächspartner ein Kaleidoskop kollektiver cineastischer Erinnerungen. Prädikat besonders gesprächig.“

Mit (in der Reihenfolge ihres Auftretens): Sebastian (@Filmeonkel), Ralf, Anne (@Schnatteriene_) von Das Filmmagazin, Thorsten, einem neuen Christian (@Giornata_Nera), Annika (@freedika), Gerrit, David (@davidnoack) vom Mateschrank, Fabian von CCL aktuell, dunderklumpen80, einem neuen Jan (@ParanoyerTweets), den Männern, die auf Videos starren, Simon (@Dandeloo), Verena, einem alten Christian (Archivaufnahmen), einem alten Jan und Felix.

4 Gedanken zu “024: Komm, wir geh’n ins Kino

  1. Hallo, Filmeonkel,

    Nachdem ich den Kinomarathon endlich durchgehört habe, möchte ich gerne auch meine Erinnerungen zum Thema beisteuern.

    Mein erster Film: Asterix und Kleopatra. Er kam zwar schon 1970 nach Deutschland, aber da war ich erst vier. Das Kino, in dem wir den Film sahen, eröffnete auch erst 1973, also sechs Jahre passt schon besser. Er ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme. Cäsars Chamäleon-Spion ist ein genialer Einfall!
    Der erste Film, in den mein jüngerer Bruder und ich ohne Erwachsene gingen, war Bernhard und Bianca (1977/78).

    Meine prägenden Kinoerlebnisse:
    Das Imperium schlägt zurück (1980/81). Eine Klassenkameradin hatte mich mit reingeschleppt. Dadurch kam ich auf den Geschmack für Science Fiction allgemein und Star Wars im Besonderen.
    Star Trek IV (1987). Dadurch wurde meine Leidenschaft für Star Trek wieder neu geweckt, die bis heute anhält. Zwei lange Star Trek Nächte (I – VI) habe ich inzwischen auch schon hinter mir und würde jederzeit wieder mitmachen.
    Stargate (1995). Als meine Freundin und ich aus dem Kino kamen, fragte sie:
    „Nochmal?“ Und ich sagte „Ja!“ Eines meiner vielen Interessengebiete ist die Ägyptologie, also fand ich den Film allein vom Setting her schon faszinierend. Später war ich auch grosser Fan der Serien (ausser SG-Universe!).

    Hamburg ist mit einer grossen und vielseitigen Kinolandschaft gesegnet. Vor kurzem wurde im Regionalmagazin über den UfA-Palast am Gänsemarkt berichtet, der 1958 eröffnet wurde. Damals noch ein prunkvolles Theater mit fast 1000 Plätzen wurde er in den 70ern durch Einzug von Zwischendecken und -Wänden zu einem Labyrinth von 7 Schachtelkinos mit ca. 2000 Plätzen umgebaut. Dieses Konstrukt wurde 1995 abgerissen und 1997 als modernes Multiplex-Kino wieder eröffnet, doch das 1996 hinzugekommene Cinemaxx um die Ecke am Dammtor war eine zu starke Konkurrenz. 2002 kam die Pleite und 2006 der endgültige Abriss.

    Ein Geheimtipp ist das Metropolis-Kino (direkt neben der Staatsoper!), benannt nach DEM Klassiker des deutschen Stummfilms. Das Metropolis ist kein gewöhnliches Programmkino. Hier kann man historische Schätze meist in Originalfassung und Stummfilmklassiker mit Live-Klavierbegleitung im dazu passenden Ambiente sehen. Hier habe ich u.a. Metropolis in drei verschiedenen Fassungen gesehen und Douglas Fairbanks als Zorro über die Leinwand hüpfen sehen. Gerade wurde das Kino nach dreijähriger Renovierung neu eröffnet, ich muss unbedingt mal wieder hin!

    Meine grössten Enttäuschungen:
    Highlander – Endgame (2001): Es hätte nur einen geben sollen.
    ST V: Ich steckte mitten im Umzug und zog mir den Unmut meiner Eltern zu, weil ich nicht gleich nach der Arbeit nach Hause gekommen war. Und wofür? Für nichts.
    Into Darkness: Dreister Versuch der Neuauflage eines Klassikers und ein sinnlos verheizter Gaststar.

    Mein letzter Kino Besuch: Vorletzte Woche, Black Panther. Sehr unterhaltsam mit sympathischen Figuren. Gern mehr davon.
    Worauf ich mich freue: Ant-Man and the Wasp, The Incredibles II.
    Was ich im Kino esse: Meistens nichts, weil ich schon vorher essen gehe. Früher gern Eiskonfekt, Popcorn eher ungern, wenn, dann süß, aber der Duft von frischem Popcorn gehört unbedingt zum Kinoerlebnis dazu. Nachos geht gar nicht (die Käsesosse sieht aus wie Plastik und müffelt)!

    Was mir extrem auf den Geist geht: Die zunehmende Menge verstreuten Popcorns auf dem Boden und Leute, die ihren Müll nicht mitnehmen.

    LL&P
    Bridge

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  2. Lieber Sebastian,
    auch von mir vielen Dank für den ausführlichen Podcast, der auch bei mir wieder viele Erinnerungen weckte.
    Ich bin in einer Kleinstadt groß geworden, da gab es früher 2 Kinos, in einem, dem Regina-Kino, gab es immer um 14:00 Uhr die Sonntagsvorführung, Eintritt 2 D-Mark. Die Filme, die gezeigt wurden, waren immer mindestens 6 – 8 Wochen hinter dem deutschen Erststart-Datum, früher kam bei uns nichts an.

    An meinen ersten Kinofilm kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern, aber im Regina war ich in meiner Kindheit und frühen Jugend häufig mit meinen Freundinnen, oder auch alleine, mindestens 14tägig, wenn es das Geld hergab, und der Film auch nur annähernd interessant, dann auch wöchentlich.
    Das Kino hatte Holz-Kinostühle, und die Loge – die letzten 4 Reihen – waren zwar cordsamtartig bezogen, aber nicht wirklich weicher.
    Nach der Werbung kam jemand mit Bauchladen und verkaufte Eis, ich wollte immer gerne das Eiskonfekt haben, 1 D-Mark, es gab auch die in Deinem Podcast genannten kleinen Cola-Glasflaschen mit Röhrchen, die musste man draußen holen, an den Preis kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich weiß es ging entweder Eiskonfekt ODER Cola, beides war zu teuer. Popcorn hab ich erst in den 90ern mit Eröffnung eines Multiplex-Kinos in unserem Ort im Kino gesehen.

    An Berndhard und Bianca kann ich mich erinnern, bin ja gleicher Jahrgang wie Bridge, aber auch an „Die Insel des Dr. Moreau“ (was hab ich mich gefürchtet), „My Name is nobody“ (die blauen Augen von Terence Hill!), „Superman“ , (die Auffang-Szene! Und was hab ich gelacht, als ausgerechnet diese Szene in TBBT mal eine Rolle spielte, bis auf diese Szene weiß ich absolut nichts mehr über diesen Film) und den King Kong mit Jessica Lange (was waren wir beeindruckt von dem Wolkenkratzer).

    Wenn man neue Kinofilme sehen wollte, musste man in die Großstadt fahren mit der Bimmel, das durfte ich aber nur in Begleitung und nur Mittagsvorstellung. Da meine Freundinnen einschulungsbedingt alle 1 Jahr älter waren als ich, entging mir damals „StarWars“, die Freundinnen wollten, weil viel cooler, in die 18:00 h Vorstellung , aber ich durfte nicht mit. Darüber war ich damals so sauer, dass ich, als der Film bei uns im Ort gezeigt wurde, da nicht hin bin, und tatsächlich bis heute noch keinen einzigen StarWars-Film gesehen habe.

    Eine große Enttäuschung war für mich der Zeichentrick „der Herr der Ringe“. Ich hatte 1981 erstmals (von ca. 20 mal 😉 ) das Buch gelesen, und kurz darauf kam der Film in der Stadt im Kino, ich bin extra ganz alleine da hingefahren, da hatte sonst keiner Lust drauf. Ich wusste nicht, dass es so eine komische Mixtur von Zeichentrick und Normal-Film war, und die Geschichte außerdem nur einen kleinen Teil von Buch 1 enthalten würde. Was war das für ein Schei…

    Als ich ca. Ende 1999 in unserer Tageszeitung von dem Filmprojekt las, von dem es hieß, dass in einem Mammutprojekt alle 3 Bücher am Stück verfilmt werden, dazu Namen von einigen Schauspielern, die damals schon bekannt waren, und ein mir völlig unbekannter Regissieur, war ich sehr sehr skeptisch. Irgendwann kam dann im Fernsehen die ersten Filmausschnitte, und ich sah die Silhouette von Gandalf und wusste, das wird gut. Ich bin vor Rührung fast geheult, als ich den ersten Film dann gesehen hatte, und möchte heute noch Peter Jackson auf Knien rutschend danken, dass er meine heißgeliebten Bücher in so wunderbare und liebevolle Bilder gesetzt hat (seine Story-Anpassungen habe ich ihm verziehen).

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