016: Mahlzeit

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Irgendwann hörten die Menschen auf Mettigel zu essen. Später dann wurden sie zu Foodies, Junk-Food-Jüngern oder Veganern. Doch auch in der kulinarisch schwer definierbaren Zeit dazwischen hatten die Menschen Hunger und aßen nicht bloß Dosenravioli. So auch Christian und Sebastian, die in dieser Folge ihren schnabulierenden Werdegang Revue passieren lassen.

Der Spaziergang durchs Schlaraffenland führt von der Küche daheim über die ersten Restaurantbesuche bis hin zur Imbisskultur. Wohl bekomms!

(Warnhinweis für empfindliche Mägen: Kann Spuren von Fleischbergen und Innereien enthalten.)

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6 Gedanken zu “016: Mahlzeit

  1. Vielen Dank für diesen außerordentlich unterhaltsamen kulinarischen Rundumschlag. Ich musste sehr lachen über die Geschichte mit dem ungeliebten Knorpelschinken, der heimlich unter dem Tisch verschwand. Dabei fiel mir nämlich eine ähnliche Begebenheit ein, die sich in der zweiten Hälfte der 80er Jahre zugetragen haben muss. Meine beste Freundin und ich waren auf dem Weg ins „Image“ und kehrten vorher bei dem damals in der Hochstraße ansässigen türkischen Imbiss ein, um dort einen Döner zu essen. Wir setzten uns in den hinteren Bereich, der restaurantähnlich ausgestattet war. Dunkel, gemütlich, Teppichboden.

    Die Bedienungen waren sehr nett und unglaublich freundlich, wir bekamen nach dem Essen noch einen schwarzen Tee geschenkt. Dieser Tee war allerdings unerträglich süß, wir konnten und wollten ihn auf gar keinen Fall trinken und waren verzweifelt, weil wir nicht wussten, wohin damit, denn unangetastet stehen lassen hätten wir sehr unhöflich gefunden. Die Blumentöpfe erwiesen sich leider als Fake, Plastikgewächse eingegossen in Plastiktöpfen, die die Flüssigkeit nicht aufgesaugt hätten.

    Vermutlich auch der Überdrehtheit des Teenageralters geschuldet, schaukelten wir uns gegenseitig immer höher, weil keine Lösung in Sicht war und (jetzt kommts!) wir kippten den Tee einfach AUF DEN TEPPICH! Das Geräusch klang, als würde jemand neben uns im Stehen pinkeln und wir mussten hysterisch lachen. Eventuell verringert diese entsetzlich peinliche Aktion deine Schmach, denn du bist nicht der einzige, der in Betragen eine 6 verdient hätte.

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    • Daniela, danke fürs Hören und für Deine Beichte! Es ist in unser beider Fälle schon erstaunlich, wie Jugendliche, um etwas Blödes zu vermeiden, etwas noch viel, viel Blöderes machen. Das zu lesen, erleichtert mein Gewissen doch etwas. Auch wenn ich Dir als Knorpelsünder leider keine Absolution erteilen kann.

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  2. Von mir auch einen Daumen hoch für die Klasse Unterhaltung bei diesem Podcast um Essen und Geschmacksrichtungen.
    Ich habe die Berichte über Eure Erfahrungen und Vorlieben sehr genossen und auch schon mal laut losgelacht bei der einen oder anderen Geschichte. Obwohl ich nicht Eure Vorliebe für Spinat teilen kann, den mag ich bis heute nicht, weil ich den im meiner Kindheit immer essen MUSSTE. Aber so verschieden sind die Geschmacksrichtungen und das ist auch gut so.
    Ich gehöre ja schon zu der etwas reiferen Generation, sprich die 60 er und 70 er Jahre waren so meine Jugendzeit, aber was ich vermisst habe war das klassische Fondue, in den verschiedensten Variationen, oder war das in den 80 schon Out?
    Ich freue mich schon auf die nächste Folge , und bin mal gespannt ob bei den Süßigkeiten auch die legendäre Muschel zum auslecken zum Thema wird, die in meiner Kindheit sehr beliebt war.

    So Liebe Grüße
    Euer Frank

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    • Mahlzeit Frank!
      Wie immer besten Dank fürs Einschalten – freut uns sehr, daß es Dir gemundet hat.
      Mit Fondue sagst Du natürlich was, das werden wir auf jeden Fall beim nächsten Mal kurz nachholen. Auch der kleine Bruder des Fondue, das Raclette, darf nicht vernachlässigt werden!

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  3. Junge, Junge, jetzt habe ich Hunger. (Sorry, aber der schale Scherz musste gemacht werden. Ich benehme mich jetzt wieder.)

    Wieder einmal eine schöne Folge, die mir tatsächlich den ein oder anderen Geschmack aus dem Nichts auf die Zunge gezaubert hat. Vielen Dank dafür.
    Bei vielem kann ich ohne Einschränkungen mitgehen (Aspik! Würg!). Leber habe ich als Kind einmal probiert und so furchtbare Erinnerungen daran, dass ich es nie wieder ausprobiert habe und auch nicht mit dem Gedanken spiele, dieser (oder irgendeiner anderen) Innerei noch einmal eine Chance zu geben.

    Ich war als Kind und bis weit in meine Jugend (und ich ziehe den Kreis der Jugend sehr großzügig über das 20. Lebensjahr hinaus) sehr mäkelig, was Essen angeht, darum waren Salzkartoffeln tatsächlich lange Zeit meine Leib- und Magenspeise. Es geht nichts über die Lagerungskartoffeln aus dem Garten meiner Oma, die in einem dunklen Keller lagerten, der mir immer etwas unheimlich war. Aber das ist eine andere Geschichte. Ebenfalls eine andere Geschichte ist die Sache mit den Cartoons im Restaurant. Letzteres war bei mir ein bekanntes Schuhgeschäft, das meine Mutter auch häufig aufsuchen sollte, damit ich dort Zeichentrickfilme in der Kinderecke schauen konnte. Und das, obwohl ich zuhause auch viel gucken durfte. Aber ich schweife ab.

    Besonders interessant fand ich den Teil mit den Weihnachtsessen. Ich habe als Dreikäsehoch die Tradition begründet, dass es bei uns am Heilig Abend immer Kassler in Blätterteig gab (ich war hauptsächlich am Blätterteig interessiert), bevor am Ersten Weihnachtstag bei meiner Oma die obligatorische Gans auf den Tisch kam (ich aß dann natürlich Kartoffeln satt und war zufrieden). Toast Hawaii gab es lustigerweise bei meiner Frau, allerdings ohne Hawaii und mit einem kleinen Hähnchenschnitzel anstelle des Schinkens. Ist das dann noch Toast Hawaii? Ich weiß es nicht.

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