030: Wir haben es uns verdient

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Nach den nervenaufreibenden Sendungen des letzten Monats müssen wir uns dringend entspannen. Was wäre da besser geeignet als Nordseeinseln, Ostseeküste, Berge, Balearen oder Thüringen? Wir fahren im Geiste nochmal hin – in die Urlaube unserer Kindheit – und nehmen euch mit.

Doch falls ihr jetzt denkt, das wird eine langweilige anekdotische Aneinanderreihung von Tagen am Pool oder Strand, dann seid ihr schief gewickelt. Wenn stubenhockende Leseratten mit Reizmägen in die weite Welt aufbrechen (mit Betonung auf „brechen“), passiert allerlei Unvorhergesehenes.

Sebastian begibt sich mit Jan unter Palmen – und mit seinen Eltern auf die Skipiste. Ist das wirklich die schönste Zeit des Jahres?

29½: Blutrausch in der Bügelstube

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Viele Dinge erzählte man sich in Lüdenscheid über den 71jährigen Wäschereibesitzer Franz F.: Eine bewegte Vergangenheit hätte er hinter sich, vor dem Krieg wäre er in Berlin der Wahrsager der großen Filmstars gewesen, hätte ihnen allen aus der Hand gelesen. Die Kinder aus seiner Nachbarschaft machten ob seiner hageren, mitunter finstren Erscheinung einen großen Bogen um ihn.

Aber was die Reporter der Lüdenscheider Nachrichten am Morgen des 23. April 1975 in der Wohnung von Franz F. vorfanden, als sie der Polizei zuvorkamen, vergaßen sie ihr Lebtag nicht.

Als Bonus zu unserer letzten Sendung über die 1991er Geiselnahme in der Lüdenscheider Commerzbank thematisieren wir einen weiteren Kriminalfall aus unserer Heimatstadt. Achtung: Nicht für Kinder oder zart besaitete Hörerinnen und Hörer geeignet.

029: Kein zweites Gladbeck

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Am 16. August 1988 um 7:55 dringen Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski in eine Filiale der Deutschen Bank in Gladbeck ein. So beginnt ein 52stündiges Drama, das einen der erschütterndsten und bedeutungsvollsten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte darstellt.

Gute drei Jahre später, am 8. November 1991 um 16:00, betritt Roland H. die Commerzbank in der Lüdenscheider Innenstadt. Kurz darauf ist die größte deutsche Geiselnahme seit 1988 in vollem Gange und das Wort „Gladbeck“ in aller Munde.

Heute ist die Geiselnahme in der Lüdenscheider Commerzbank für Menschen, die daran nicht beteiligt waren, praktisch in Vergessenheit geraten. Warum das so ist, ist nur eine von vielen Fragen, die sich Sebastian und Gerrit stellen, während sie dieses Verbrechen komplett und chronologisch aufrollen. Sie forschen auch nach, wie sich das Verhalten von Öffentlichkeit und Presse und die Polizeiarbeit seit den Gladbecker Ereignissen entwickelten.

Besonderer Dank gilt den Zeitzeugen, deren ausführliche Schilderungen diese Sendung sehr bereichert haben: Michael Dregger, Susanne Illhardt-Schulte, Olaf Moos und Bärbel Wilde.

Außerdem danken wir Saskia Bruns vom Lüdenscheider Stadtarchiv für die Unterstützung unserer Recherche, Dominik von True Crime Germany für die kriminalgeschichtliche Einordnung Gladbecks sowie Kai von den Männern, die auf Videos starren, Jan und Christian für weitere Einspieler.

Dies ist die dritte Rückspultaste-Sendung anlässlich des 750jährigen Jubiläums der Stadt Lüdenscheid.

028: Liebesgrüße aus Eternia

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Eine wilde Mischung war das schon, diese wohl ikonischste Spielzeugreihe der Achtziger, die eine Zeitlang wahnsinnig erfolgreich war und dann eine der spektakulärsten Bruchlandungen hinlegte. Fantasy durch und durch, dazu eine gehörige Portion SciFi (Geschmacksrichtung Star Wars), abgeschmeckt mit einer Prise Conan, dem Barbaren. Ach ja, teilweise recycelte es auch noch andere Mattel-Spielzeuge – und trotzdem ergab all das ein schlüssiges Ganzes und begeisterte eine ganze Generation.

Die Rede ist natürlich von He-Man, dem stärksten Mann des Universums, Beschützer von Castle Grayskull, Erzfeind des fiesen Skeletor. Der Muskelmann, der den gleichen Friseur wie Prinz Eisenherz hatte, war aber nicht nur als Actionfigur unterwegs, sondern auch in Hörspielen, Fernsehserien und Kinofilmen. He-Man und seine Freunde erschienen dabei immer etwas anders, waren aber doch irgendwie die Gleichen.

Weil Sebastian nur ein Westentaschen-Fan war, hat er sich echte Sachverständige für diese Reise zum Planeten Eternia eingeladen: Die Rückspultaste-Recken Jan und Fabian, aber auch Julian von unserem befreundeten Podcast Männer, die auf Videos starren. Sie empfangen auch das ein oder andere Grußwort von der Erde.

Bei der Macht von Grayskull, wir haben über dreieinhalb Stunden gesprochen!

027: Das gibt’s nur in Entenhausen

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Wer ist knapp 84 Jahre alt, cholerisch, wohnt in einer Stadt, die an der Gumpe und neben der Wüste und am Meer liegt, ist in seiner Heimat eher unbekannt, dafür aber eine richtig große Nummer in Europa (besonders Skandinavien) und wurde gar nicht von Walt Disney gezeichnet, auch wenn das überall draufsteht?

Richtig, die Rede ist von Sebastian. Der hat sich diesmal Gerrit eingeladen und Trickfilm-Kenner Jan zugeschaltet, um über Donald Duck zu reden.

Wir gehen aber nicht nur dem berühmten Enterich im Matrosenanzug auf den Bürzel, sondern lernen auch seine erweiterte Verwandtschaft kennen (vor allem diesen knauserigen Onkel), erkunden Entenhausen sowie das Umland – und stürzen uns auf die wichtigsten Zeichner, Geschichtenerzähler, Übersetzer, Fangruppierungen, Comicformate und Fernsehserien.

Es war uns ein Hochgenuss, in dieses Thema wie Seehunde hineinzuspringen! Und wie Maulwürfe darin herumzuwühlen! Und es in die Luft zu schmeißen, dass es uns auf die Glatzen prasselte!

026: Zwei Spaziergänge und eine Rundfahrt

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Stellt euch vor, Superman nimmt euch mit auf eine persönliche Führung über den Planeten Krypton. So oder so ähnlich, wenn auch nicht so spektakulär, ist diese Folge. Das Wetter ist (vielleicht) schön und wir Stubenhocker gehen raus an die frische Luft zu den Orten unserer eigenen „Origin Stories“: Die Viertel, in denen wir aufwuchsen.

Das sind zum einen die Wohngebiete Oeneking und Kalve, wo Sebastian und Jan wohnten und das teilweise auch heute noch tun. Zwei Kieze, die sich wie eine Klammer um die Innenstadt, die historische Altstadt und den Bräucken legen, wo Gerrit lebte. Begleitet uns auf zwei Spaziergängen und einer Rundfahrt.

Übrigens: Unsere Heimatstadt Lüdenscheid feiert in diesem Jahr ihr 750jähriges Bestehen. Nachdem wir bereits in Folge 17 einen verlorenen Ort unserer Kindheit erforschten, ist dies eine weitere von mehreren lokalbezogenen Folgen, mit denen wir das Jubiläum begleiten.

025: Von Wählscheibe bis www

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Diese Folge herunterzuladen könnte länger dauern, falls ihr die vorsintflutliche Technologie benutzt, um die es diesmal geht. In unserer Kindheit nannten sich Telefone FeTAp (oder sahen aus wie Micky Maus) und waren außer zum Telefonieren für nichts zu gebrauchen. Nur überaus wichtige Geschäftsleute benutzten Mobiltelefone und Ommas neuer Fernseher mit Videotext faszinierte uns. Während das heutige Informationszeitalter zunächst wie pure Science Fiction schien, unternahmen wir bald erste Fahrversuche auf der digitalen Autobahn.

Christian, Jan und Sebastian nehmen im Impulswahlverfahren mit euch Kontakt auf und plauschen so ausgiebig über Telekommunikation und Fernmeldewesen, daß sie mindestens zwanzig Mal die Acht-Minuten-Sanduhr umdrehen müssen.

024: Komm, wir geh’n ins Kino

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Aus dem Lexikon des Internationalen Films: „Mit der Dokumentation Komm, wir geh’n ins Kino stößt der Rückspultaste-Podcast die Tür auf zu einem Ort der Träume, der in unser aller Köpfen existiert und in dem es fortwährend nach Popcorn riecht. Nennen wir diesen Ort Saal 1. Wir nehmen in seinen roten Samtsitzen Platz und lassen im Lichtspiel zwischen ratterndem Projektor und silberner Leinwand die Kinobesuche unserer Kindheit Revue passieren. Über die sechsstündige Laufzeit hinweg zeichnet die Aneinanderreihung unterschiedlicher Gesprächspartner ein Kaleidoskop kollektiver cineastischer Erinnerungen. Prädikat besonders gesprächig.“

Mit (in der Reihenfolge ihres Auftretens): Sebastian (@Filmeonkel), Ralf, Anne (@Schnatteriene_) von Das Filmmagazin, Thorsten, einem neuen Christian (@Giornata_Nera), Annika (@freedika), Gerrit, David (@davidnoack) vom Mateschrank, Fabian von CCL aktuell, dunderklumpen80, einem neuen Jan (@ParanoyerTweets), den Männern, die auf Videos starren, Simon (@Dandeloo), Verena, einem alten Christian (Archivaufnahmen), einem alten Jan und Felix.

023: Mein bester Freund und andere Kinder

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*ding-dong* „Hallo, hier sind der Jan und der Sebastian. Dürfen die Hörer rauskommen zum Spielen?“ Also ziehen wir los mit unseren besten Freunden, aber auch mit unseren zweitbesten Freunden. Und außerdem mit all den anderen bemerkenswerten, beeindruckenden, lieben, verschrobenen, seltsamen und furchteinflößenden Kindern, die damals unsere Weggefährten und Klassenkameraden waren.

Es wird also mal wieder persönlich, wenn wir uns (behutsam anonymisiert) an unser damaliges soziales Umfeld erinnern. Aber nicht nur das, wir machen ganz nebenbei auch einen Streifzug durch unsere jeweiligen Kindheitskieze und lassen keinen Spielplatz aus. Vergeßt nicht, eure Ninja-Wurfsterne mitzunehmen.

022: Die verflixte Melodie III – Jetzt erst recht!

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Dienstag, der 31. Dezember 1985: Zeit für eine neue Silvestergala der Rückspultaste. Nach den turbulenten Ereignissen der ersten und zweiten Ausgabe der Verflixten Melodie stehen sich Serienkenner Jan und Serienexperte Sebastian im Kursaal Bad Sassendorf ein drittes Mal gegenüber – und dieses Mal nehmen sie keine Gefangenen. Insgesamt zwanzig unvergeßliche Titelmelodien dringen in die Ohrmuscheln der beiden Kontrahenten und ihrer Zuhörer. Ratespaß, bis die Fontanelle qualmt.

Durch den bunten Abend führt die oft kopierte und immer erreichte Showlegende Gerrit. Er unterbricht für dieses Aufeinandertreffen der Titanen ein weiteres Mal seinen TV-Ruhestand, weil wir keine Kosten und Mühen scheuen und Dieter Thomas Heck mit seiner Geburtstagsfeier alle Hände voll zu tun hat.

Wir wünschen allen Hörern gepflegte Unterhaltung, heiteres Mitraten und ein glückliches neues Jahr 1986. Chin-chin!