Der Retro-Podcast. Popkultur und Persönliches von gestern, vorgestern und vorvorgestern.

Simon Fistrich – Meine Jahre als Spiele-Redakteur – Level 3: Die Sache mit dem Hakenkreuz

Folge herunterladen (MP3, 81 MB)

Aller guten Dinge sind drei: Hier ist die nächste Fortsetzung von Simons Reihe, in der er euch in die Tiefen und Untiefen seiner Zeit als Spiele-Redakteur entführt. Wir erinnern uns: In Folge 1 erzählte Simon, wie er nach vielen Irrungen und Wirrungen zu seinem Traum-Job kam. Im zweiten Teil berichtete er von großen Reisen um die Welt, aber auch von schwächelnden Verkaufszahlen und wilden Konzeptänderungen.

Heute nimmt er Sebastian ein letztes Mal mit in die heiligen Hallen des CyPress-Verlags – und packt über die letzten Monate der PC PowerPlay aus. Als wären die gedrückte Stimmung und die Veränderungen im Team nicht genug gewesen, passierte dann auch noch ein echtes Unglück: Auf der Heft-DVD landete die falsche Version eines Trailers. Darin zu sehen: ein fettes Hakenkreuz. Warum das ein Problem ist, wie es überhaupt dazu kam und welche irren Konsequenzen diese Geschichte hatte, berichtet Simons heutiger Gast, der ganz nah dran war: sein alter Redaktionsweggefährte, David Bergmann.

Wenn euch die Reihe bisher gefallen hat: Simon hat noch viel mehr zu erzählen, denn nach CyPress wechselte er zum Computec-Verlag nach Fürth. Natürlich nur, wenn ihr möchtet – also kommentiert fleißig.

In diesem Fall heißt es: Fortsetzung folgt.

Vorheriger

119: Unser 1994, Teil XII – 1. bis 15. Juni

  1. soter

    hallo ihr zwei galaktischen, ich gebe euch zwar nichts auf ohr aber was zum lesen. vllt. sollte ich schreiben das ich begeisteter tad hörer bin und auch die zauberlaterne mag. bei der rückspultaste höre ich nur bei themen die mein interesse wecken. als jahrgang ´79 jungspund bin ich etwa im selben alter wie ihr. diese reihe mit simon gefällt mir persönlich enorm gut. einblicke in die zeit der spielemagazine, persönliche einblicke. ein großer spaß dem zu lauschen. gerne eine vierte folge. liebe grüße von der mecklenburgischen seenplatte.

  2. Christian Berger

    Ich glaube diese Versandfirma mit „anzüglicher Werbung“ für „Schrott“ dürfte Perl gewesen sein. Die gibts auch heute noch.

  3. Sören Schmitz

    Ich bleibe dabei, dass ist eine tolle Reihe! Die Einblicke sind spannend und ich kann auf persönlicher Ebene connecten. Ich hab ganz am Anfang meiner beruflichen Karriere als Azubi in nem Laden gearbeitet, der wirtschaftliche Schwierigkeiten bekommen hat und am Ende mussten auch viele Leute gehen. Unschöne Erfahrung, aber fürs weitere Berufsleben habe ich ganz schön viel mitgenommen.
    Es würde mich freuen, wenn aus der bisherigen Trilogie eine Tetralogie werden würde! Danke @Simon für deine Offenheit!

  4. Olaf

    Was‘n Krimi! Eigentlich wollte ich nur abends kurz reinhören, bin dann aber komplett hängengeblieben.
    Was mich komplett irritiert, ist, warum der Verlag die Anwaltskosten der Gegenseite nicht übernommen hat. Wäre eigentlich der Normalfall gewesen. So bleibt ja am Ende die „Strafe“, dass die Abfindung nicht beim Kollegen angekommen ist.
    Habt Ihr eigentlich Arbeitszeugnisse bekommen? Waren die okay? Oder habt ihr die selbst geschrieben und es wurde von der GF nur abgenickt?
    Sehr spannend der Einblick in eine Branche, die mir vollständig unbekannt ist.
    Danke dafür!

  5. Marcus Lelle

    Erstmal ein Kommentar „in eigener Sache“: Es ist vollbracht. Meine Aufholjagd der Rückspultaste ist vollendet. Nun habe ich nur noch die 1994er Reihe vor mir, die ich bewusst am Stück hören möchte.
    Seit einem Jahr bin ich von TaD zur Rückspultaste gekommen und da ich auch ein Komplettist bin – dieses Wort kannte ich vor Sebastian gar nicht – wollte ich parallel zu den neuen Folgen alles aufholen. Es war sehr spannend und ich glaube, einige Folgen werden ich auch sicherlich noch einmal hören.

    Nun zur aktuellen Folge:
    Wie immer, danke für eure Offenheit. Gerade die Folgen, in denen ihr tiefe Einblicke in eure persönliche und berufliche Entwicklung gebt, haben es mir sehr angetan.

    Ich bin überhaupt nicht in der Spielebranche der 90er und neuer zuhause, aber ich kann die Gedanken und Ängste nachvollziehen, wie es ist, wenn eine Branche oder nur der eigene Teil der Branche unter Druck gerät und man dadurch persönliche Konsequenzen zu erfahren hat. Meine letzten beiden Jobs im Angestelltenverhältnis waren in der Immobilienfonds. Eine Branche, deren große Blase dann um 2000 herum platzte, als man in den neuen Bundesländern alle „grünen Wiesen“ mit Einkaufszentren und Sonstigem zugepflastert hatte, was ohne die großen Sonderabschreibungen nie wirtschaftlich gewesen wäre. 2002 wurde ich dann mit gerade 30 und noch nicht ganz fünf Jahren Berufserfahrung entlassen. Damals war durchaus auch eine Zeit, in der man in vielen Bereichen nicht gerade rosig in der Zukunft blickte.
    Heute weiß ich, dass es, auch generell mit der Wirtschaft, immer wieder aufwärts gehen kann und das versuche ich auch gerade an meine Kinder weiterzugeben bzw. an andere Menschen unter 30, die sich jetzt in ähnlicher Lage befinden.
    Seit 2002 bin ich nun selbstständig. Auch hier gibt und gab es Höhen und Tiefen, aber alles in allem ist es für mich heute immer noch die richtigen Entscheidung und mein Beruf macht mir immer noch Spaß.

    Simon, du solltest dir wirklich keine großen Gedanken machen, dass du damals nicht diese Betriebsratstätigkeit gemacht hast. Sei stolz, dass du damals schon Nein sagen konntest.
    Ich habe für die erste der beiden Immobilienfirmen eine Geschäftsführertätigkeit „mitgemacht“, weil es da eine Unterfirma gab, die geleitet werden musste. Allerdings durfte ich da nichts entscheiden und konnte mich auch gar nicht durchsetzen. Das war ein Fehler, der unter anderem nur dadurch zustande kam, dass ich eigentlich nie Nein gesagt habe, wenn es um die Frage nach mehr Verantwortung ging.

    Ich habe zwar BWL studiert, aber ganz ehrlich: Nach dem Studium ist man ja noch total unerfahren und weiß nicht viel. Aus heutiger Sicht hat mir mein Studium viel gebracht, was ich heute in meiner Webentwickler Selbstständigkeit verwenden kann, aber damals…

    Ich würde wirklich gerne weitere Teile dieser Reihe hören.

    Macht es gut – bis zur nächsten Rückspultaste.

  6. Pascal

    War eine schöne Folge, die Reihe könnt ihr gerne fortsetzen. Vielleicht gibt es auch aus dem ‚Sauerländer Beleuchtungsfach‘ noch spannendes zu berichten ;).

    Oder aus dem Format „Trek Nights“ wird in der Rückspultaste „Job Nights“

    Hat mich auch gefreut von meinem Arbeitskollegen David mal ein paar vergangene Dinge zu hören.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Consent Management Platform von Real Cookie Banner