032: Gestern war die Zukunft

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Der Mensch träumte schon immer von der Zukunft. Besonders damals, in der Vergangenheit. Seinen Ursprung hat dieses Übermorgen von Gestern in der Spekulation der Futurologen und in der Fiction, die man Science nennt.

Gerrit und Sebastian nähern sich diesen Träumen an, sowohl den optimistisch-utopischen als auch den finster-dystopischen: Wie viel von dem, was man sich seinerzeit ausmalte, ist bis heute wahr geworden?

Im weiteren Gespräch mit Susanne und Fabian geht es darum, wie ihre Heimatstadt Lüdenscheid die Science-Fiction im Jahre 1971 in die Realität holen wollte. Mit einer beispiellosen und aufwendigen Ausstellung nämlich, die einer spießigen Gesellschaft, frisch dem Wirtschaftswunder entwachsen, das Wohnen von Morgen präsentierte. Eine Ausstellung, die selbst eine Art Traum (oder vielleicht Alptraum) war.

Und was ist das für ein Hügel über Lüdenscheid, auf dem Jan und Sebastian Westentaschen-Archäologie betreiben?

Dies ist die vierte und letzte Rückspultaste-Sendung anlässlich des 750jährigen Jubiläums der Stadt Lüdenscheid.

6 Gedanken zu “032: Gestern war die Zukunft

  1. Das menschliche Gehirn kann man schon mit Computern koppeln. Diese Technologie hilft Querschnittsgelämten dann doch mit entsprechender Technologie zu gehen. Das Ganze steckt noch in dern Kinderschuhen aber Gedankenimpulse abzugreifen oder weiter zu lieten ist heute schon möglich.

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  2. Pingback: Life in plastic, it’s fantastic – Zweiundvierzig

  3. Eine sehr spannende Sendung!

    In Frankreich hatte es vor ein paar Jahren mal eine spannende Stellenausschreibung gegeben, mit deren Hilfe die französische Regierung nach Sciencefiction-Expert*innen suchte, deren Job es ist, einfach mal jede uns möglich erscheinde Zukunft gedanklich durchzuspielen, um sich ggf. bereits heute darauf vorzubereiten.

    Ich weiß nicht, was aus dem Projekt geworden ist, aber die Idee ist groß!

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  4. Moin zusammen,

    Ach ja… und erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Schon in meinen Boomer-Kindertagen faszinierten mich natürlich die Zukunftsvisionen der damaligen Zeit. Das Jahr 2000 thronte über all diesen Visionen wie eine strahlende Verheißung. Man meinte damals, als man stolz das „Atomzeitalter“ ausgerufen hatte, dass wir durch die friedliche Nutzung der Kernkraft über so viel Energie verfügen würden, dass es sich nicht mehr lohne einen Stromzähler einzubauen. Wir würden bald in silbrigen Anzügen unsere fliegenden Autos besteigen, wie bei den Jetsons, und dann in einer Welt ohne Arbeit uns des Müßiggangs hingeben, weil ja Roboter uns alles abnähmen. Rosie, die mit dem einen Rad, erledigte bei denen ja auch alle Hausarbeit…

    Ein Bildband mit dem Titel „Zukunft“ zeigte Städte die so aussahen wie auf dem Bild „Prologue and the Promise“. Ich frage mich öfter, ob das Konzept des Denkmalschutzes in der Zukunft – aus damaliger Sicht – keinen Platz hatte.

    Wer all diese Phantasien damals für bare Münze nahm, sieht sich enttäuscht. Aber welchen Grund sollte es geben ein schönes funktionsfähiges Gebäude aus dem 19. Jahrhundert abzureißen und durch einen Betonklotz zu ersetzen? So könnte man jemand aus den 1960er Jahren locker ins Heute beamen und er hätte kaum Probleme, sich am Straßenbild zu orientieren. Er würde einiges Neue entdecken, doch im Großen und Ganzen würde er sich zurecht finden. Sogar den einen oder anderen markanten Baum würde er wieder finden.

    Als ich im Jahr 1992 zum ersten mal EPCOT in Florida besuchte, war ich natürlich begeistert. Monorail, die retrofuturistische Betonarchitektur, die einladende und zum Verweilen animierende Bepflanzung, das kam meinen frühen Bildbänden einer zukünftigen Welt schon sehr nahe. Die Attraktion „The Land“ zeigte Tomatenplantagen auf rotierenden Säulen, ach… wie Keikos Gemüsegarten auf Deep Space Nine. Und im. „Universe of Energy“ (sponsored my Exxon, wenn ich mich korrekt erinnere) bringt sich Ellen DeGeneres vor dem Urknall in Sicherheit und gewinnt anschließend das Jeopardy Quiz gegen Jamie Lee Curtis als Energieprofessorin, worauf sich ein ganzes Kino mitsamt seinen Sitzreihen durch Dinosaurierwelten walzt… im Norwegen-Pavillon schaukelt man an einer sturmumtosten Ölplattform inmitten der Nordsee vorbei… ach, war das alles retro. Und die frohe Botschaft lautete: mit unserer intelligenten Technik werden wir eine goldene Zukunft erschaffen und alle leben glücklich und zufrieden bis an ihr Ende (das gar nicht mehr eintreten muss, weil wir das Altern ja sicher auch noch mal stoppen werden, oder so.). Ich würde sagen, das war wohl nix.
    Heute, im Rückblick, kann man da nur milde lächeln und besonders, da nach Ausbruch das Russland-Ukraine-Kriegs uns wirtschaftliche und gesellschaftliche Rückschläge in ungekannten Ausmaßen drohen, der Klimawandel galoppiert uns davon, und Klimaschutz scheint einem militärischen Aufrüsten komplett untergeordnet zu sein. Es fühlt sich aus heutiger Sicht so an, als habe das Endgame um Ressourcen und die Konkurrenz der politischen Systeme nun offensiv begonnen. Hungersnöte, Wetterkatastrophen, Verwerfungen überall und die Anzeichen mehren sich, dass wir unsere Zukunft vermasseln. Oft stellten Astronomen die Frage: warum sind „sie“ noch nicht hier? Die Antwort fällt leicht, wenn wir auf uns selbst blicken. Wären wir denn in der Lage, mal irgendwann „zu denen“ zu reisen? Indem wir uns gegenseitig Wasser, Nahrung und Rohstoffe abgraben und mit Atomwaffen bedrohen? Offenbar vernichten sich Zivilisationen ab einer gewissen Industrialisierungsstufe selbst, durch Machtstreben, Überpopulation, Übernutzung natürlicher Ressourcen und die Unvernunft sich nicht freiwillig und rechtzeitig zu mäßigen. Sind wir erst mal weg, kräht kein Hahn mehr nach uns, in dieser Galaxie, nahe der Grenze zum Beta-Quadranten. Das war es dann mit „Space, the final frontier“. It is just the final countdown.

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