Der Retro-Podcast. Popkultur und Persönliches von gestern, vorgestern und vorvorgestern.

070: Drei Baggerwetten und ein Oppositionsführer

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Wenn der Begriff Wetten, dass..? fällt, denken die meisten sofort an Thomas Gottschalk und das große, cremefarbene Sofa, auf dem Gummibärchen kauende Weltstars Promo in eigener Sache machen, betatscht und anschließend weitergereicht werden. Die titelgebenden Wetten? Eher Nebensache.

Doch bevor der große Blonde mit den merkwürdigen Klamotten die Sendung 1987 übernahm, hatte deren Erfinder Frank Elstner die große Samstagabendshow bereits 39 Male moderiert. Und weil die Ära Elstner für Klein-Sebastian eine der prägendsten Fernseherinnerungen war, nimmt heute Groß-Sebastian seinen Gefährten Gerrit mit auf eine Zeitreise durch das analoge TV-Rauschen.

Es geht zurück in eine Zeit, als Fernsehen noch unperfekt war. Der Moderator war charmant, aber auch zotig und umständlich. Das Sendekonzept überbordend und sperrig. Die Wettkandidaten starke Auguste, sanftmütige Mathelehrer und Backfisch-Lolitas. Die Spielregeln kompliziert zu nennen, wäre untertrieben – denn Wetten, dass..? anno 1981 war nichts für Greenhorns.

Auf die Bagger… Yee-haw… Top, die Wette gilt!

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  1. Moin aus Hamburg
    Ich bin seit 1 Stunde wach und höre seit 30 Minuten die neue Rückspultaste. Leider war ich nie ein regelmäßiger Wetten das Zuschauer. Die letzt Wetten das Sendung habe ich leider auch nicht gesehen. In den 80er Jahren habe ich öfters Wetten das gesehen. Wir hatten zwar einige Jahre keinen Fernseher und trotzdem habe ich Wetten das geschaut. Dazu sind wir zu unsere Nachbarin eine Etage tiefer gegangen. Die hatte zwei Kinder die in meinem Alter waren.
    Gefühlt war in jeder Sendung eine Bagger Wette dabei. An einige Wetten kann ich mich gut erinnern und andere sind sehr verschwommen in meinen Erinnerungen.
    Welche waren das? Ein LKW auf rohe Eier stellen. Korken schießen mit einem Trabi. Klettern mit einem Bagger. Und jeder erinnern sich ich an die Wette von Samuel Koch. Danach wurde Wetten das eingestellt. Ach ja es gab auch immer eine Saal Wette oder die Stadt hat gegen Gottschalk gewettet.

    Zum Jahresende hätte ich eine andere Rückspultaste erwartet. Ich dachte ihr spielt: Wer kennt die Melodie. Darauf hatte ich im stillen gehofft. Leider muß ich sagen das Wetten das nie so eine Sendung war auf die in meiner Familie hingefiebert wurde. Es war eigentlich immer Zufall wenn Wetten das geschaut wurde. Wir hatten auch nur einen 50cm Röhren Fernseher. Von 1983 bis ca. 1986 hatten wir keinen TV Apparat. In dieser Zeit habe ich bei meiner Oma TV geschaut. Das ging aber nur am Wochenende. Da ich auf eine Rudolf Steiner Schule zur Schule ging, bekamen wir sogar Ärger wenn wir in der Pause über Fernsehen und Sendungen gesprochen haben. Erst Anfang der 90er Jahre habe ich mir einen eigenen Fernseher(das genaue Jahr habe ich vergessen) gekauft. Es war ein 25cm Schwarz Weiß Gerät. Das Gerät war von Philipps und aus den 60er Jahren.
    Es gibt eine Podcast folge von und mit Atze Schröder und Till Hoheneder(Zärtliche Cousinen). In dieser Podcast Folge erzählt Atze Schröder wie es bei Wetten das war. Es ist die Folge Lachs, die Wette gilt. Aber hört selber.

    Mfg Asterix

  2. Tztz

    Über die erste Folge von Wetten dass so lange zu sprechen und […]

    • Am Ende der Sendung sprechen wir über die DVD-Box von Fernsehjuwelen (unbezahlte Produktempfehlung, keine Werbung):
      https://fernsehjuwelen.de/18565/wetten-dass..-wie-alles-begann-box-1-shows-1-16-8-dvds

      Darin kann man fast alles anschauen, worüber wir sprechen (und noch mehr).

      Der Link führte zu einem direkten DVD-Rip, den jemand bereitgestellt hat, der offensichtlich nicht der Rechteinhaber ist. (Anders als unsere Sendungsausschnitte im Podcast, die im Rahmen des journalistischen Zitaterechts liegen.) Deswegen habe ich ihn hier entfernt.

  3. Roger

    Hallo zusammen

    Sehr schöne Folge zum Jahresende. Vielen Dank! Ich hab heute Nachmttag ein bisschen in die Original-Sendung auf Youtube reingeschaut und parallel den Postcast gehört. Wirklich sehr unterhaltsam… aber auch wie ihr sagt … die erste Sendung war damals noch etwas unausgereift und langatmig.

    Da kamen Erinnerungen hoch…

    Mein Vater arbeitete bis zu seiner Pensionierung (2011) bei der Schifffahrtsgesellschaft in Luzern auf dem Vierwaldstättersee und fuhr Mitte der 80er Jahre bereits grosse Motorschiffe und Dampfschiffe. In der Sendung vom 27. September 1986 (aus Basel) war er im Rahmen der Aussenwette aus Luzern engagiert. Es galt, das Raddampfschiff „Schiller“ mit einem Ruderboot (Achter) in einer bestimmten Zeit 30m weit zu ziehen. Mein Vater war der diensthabende Kapitän und liess sein Schiff so vor Millionenpubikum durchs Luzerner Seebecken ziehen. Da erzählt er heute noch gerne davon 😉

    Für Engelbert haben warhrscheinlich die drei Sender (Deutschland, Österreich und Schweiz) zusammengelegt, so dass sie ihn auszahlen konnten. 🙂

    Ich wünsche eine guten Start ins 2022!

    Glg Roger
    Luzern, Schweiz

  4. Jörg Negri

    Hallo Sebastian,

    Wieder mal eine tolle Folge!
    Und danke übrigens für die Erinnerung an das wunderschöne Wort „brötscheln“!!! 🤗🤗🤗

  5. Anarch

    Weia… An Gottschalks Tuchfühlungsdrang und Nichtzuhören konnte ich mich gut erinnern. Er war nie mein Fall. Ich vermisste Frank Elstner bis zum Schluss. Und kein Wunder reagierte Gottschalk auf den Betrugsfall einigermassen gelassen: Er schien generell recht wenig ernstzunehmen. Hat Vor- und Nachteile.
    Aber dass „ihr“ mir den Frank Elstner so demontieren konntet, hätte ich nie vermutet. Gaaah, ich konnte jeden eurer Fremdschammomente nachvollziehen. Ich hoffe, Altherrenwitze liegen uns nicht allen in den Genen. Und dass er sich grundlegend geändert hat und nicht nur so wirkt.

    Zur 15-Jährigen im Badeanzug: Wenn man sich Filme aus den 70ern und frühen 80ern anguckt, kommen da so manch nackten Jugendlichen und junge Frauen/Männer vor. Man erinnere sich an die französischen Filme. Das war damals tatsächlich anders als heute.
    Selbst in der Lindenstrasse sah man (in passenden Momenten) anfangs sehr viel Haut und am Ende kaum noch.
    Für die Schauspieler:innen finde ich die Entwicklung als Schutzmassnahme gut. Als Zuschauer wirkt es manchmal aber seltsam, wenn Leute nach dem Sex quasi mit dem Anorak aus der Koje hüpfen.

    Jedenfalls finde ich es gut, dass diese Fleischbeschau und degradierende Sprache im TV unterdessen kritisch gesehen und vermieden werden. Ich hoffe, damit ändert sich auch hinter der Kulisse etwas am Machtgefälle und der Ausnutzungsgefahr.

  6. Bin mir gerade nicht sicher, ob ihr in der Folge erwähnt, dass man die Titanic-Ausgabe von einst heute umsonst als PDF einsehen kann. Darin lässt sich die Planung und Ausführung der Buntstiftwette noch mal in allen Details nachlesen: https://www.titanic-magazin.de/heft/1988/oktober/

    Darüber hinaus sei noch auf eine kleine Statistik-Sammlung verwiesen, die das ZDF 2014 erstellt hat: https://multimedia.zdf.de/2014/10/wettendass-statistik/ Stand dieser Grafiken ist leider April 2014, sodass nicht alle Folgen bis zum Ende berücksichtigt sind. Aber dennoch ganz amüsant, da mal durchzublättern.

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