Der Retro-Podcast. Popkultur und Persönliches von gestern, vorgestern und vorvorgestern.

Spezial: Die Brücke – Traum & Alptraum einer Stadt

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Vier Jahre und zwanzig Tage – vom 2. Dezember 2021 bis zum 22. Dezember 2025 – hatte Lüdenscheids Brücke eine Lücke. Die Autobahn 45, infrastrukturelle Lebensader der Region, war über dem Rahmedetal unterbrochen, mit schwerwiegenden Folgen für die Heimatregion der Rückspultaste.

Benedikt Müller, Mitarbeiter des Geschichtsmuseums in Lüdenscheid, kuratierte eine aktuell laufende Ausstellung, die historischen, aber auch emotionalen Kontext bringt. Und weil Simon & Sebastian noch immer im musealen Dokumentationsmodus sind, heute eine Sonderfolge.

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  1. Hüppe

    Juhuu, Sonderfolge! Und endlich mal wieder ein Lüdenscheid-Thema! Das sind neben den Tagebuchfolgen meine Liebsten (und ich war noch nie in Lüdenscheid :D).

  2. Christian Berger

    Der Witz bei 45:00 ist übrigens eine Referenz zu Joy Flemmings ESC-Beitrag von 1975, „Ein Lied kann eine Brücke sein“. Leider war die Tonmischung beim Wettbewerb etwas suboptimal. Die Aufzeichnung des Vorentscheids ist sehr viel besser.

    Das Problem bei der Bezifferung der Kosten des Autoverkehrs ist es, dass es ja mehrere unterschiedliche Kostenträger gibt, deren Kosten man nicht so einfach erfassen kann.
    Da gibt es zum einen so was wie den Straßenbau. Das kann man noch relativ gut beziffern. Schwieriger wird es bei den individuellen Kosten für den Einzelnen. Ein Auto kostet, im Durchschnitt so grob 350 Euro pro Monat für den Einzelnen. Weiter kommen noch schwer messbare Kosten. Ich hab mal an einer Ortsdurchfahrt gewohnt und hatte Kehrdienst. Ich kenne den schwarzen Reifenabrieb. Das kostet nicht nur was das alles wieder weg zu kriegen, sondern kann auch noch gesundheitliche Auswirkungen haben.
    Wahrscheinlich ist aber der Individualverkehr per Auto erheblich teuer als ein richtig guter ÖPNV.

    Das Problem daran am ÖPNV zu sparen führt halt dazu, dass die individuellen Kosten steigen. Es tut halt einem Millionär gar nicht weh ein Auto zu haben, einem arbeitslosen aber schon.

    Ich glaube auch ein großes Missverständnis ist es, dass es ja nicht unbedingt um den Individualverkehr als solches geht, sondern eigentlich nur um den Massen-Individualverkehr per Auto. Das Auto für die Fahrt ins Blaue am Wochenende ist ja nicht das Problem, ebenso wie die Pendler per E-Fahrrad.

    Es gibt schon immer abgestufte Verkehrsmittel im Individualverkehr. Im Prinzip könnten wir alle Hubschrauber fliegen, nur wäre da der Luftraum schnell voll. Deshalb sagen wir als Gesellschaft, dass wir Hubschrauber nur für Spezialanwendungen verwenden, beispielsweise beim Krankentransport von Schwerverletzten. Deshalb werden die Subventionen so gemacht, dass primär solche Anwendungen gefördert werden. Der Rest muss halt einen größeren Anteil an seinen Flugkosten zahlen, deshalb pendeln nur sehr wenige Leute mit dem Hubschrauber zur Arbeit. Ähnlich wird das auch beim Auto passieren müssen.

  3. Dirk

    Als in Wiesbadend wohnend, ein sehr spannender Einblick in die Situation in Lüdenscheid. Wir hatten hier sehr ähnliche Erfahrungen, mnachdem erst 2013 die Schiersteiner Rheinbrücke abgesackt ist und spontan gesperrt wurde und schließlich 2021 die Salzbachtalbrücke (A66, Süstangente von Wiesbaden) ebenfalls, sogar mit herabstürzenden Trümmern. Glücklicherweise waren jeweils die Nachfolger schon im Bau, so dass wir „nur“ jeweils rund 2 Jahre warten mussten, bis jeweils zumindest der erste neue Brückenzug fertig war.
    Bei und war LKW-Verkehr nicht das größte Problem, da man rund um Mainz noch fahren konnte, dafür war auch der komplette Hbf vom Verlehr abgeschnitten, da bis zur Sprengung der Salzbachtalbrücke auch keine Züge mehr unter der Brücke fahren durften (und eine Hauteinfallstraße war auch betroffen).

    Daher danke für den spannenden Einblick in Eure Situation

    Dirk

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