048: 486er mit 66 MHz

048_pc_800 Folge herunterladen (MP3, 159 MB)

Es war einmal… Lange vor der großflächigen Verbreitung von Internetzugängen – und auch einige Jahre, bevor Aldi anfing, den Personal Computer in alle Bevölkerungsschichten zu spülen. In den frühen Neunzigern also, da hatten die Kollegen von der Taste bereits PCs in ihren Jugendzimmern. Mit diesen beeindruckenden Geräten, die heute von jedem Smartphone in den Schatten gestellt werden, ließen die Jungs ihre C64er und/oder Spielkonsolen zurück, wandten sich den wuchtigen Towern und noch wuchtigeren Röhrenmonitoren zu – und kamen im interaktiven Zeitalter an.

Hardware, Betriebssysteme und Tools, wie trocken das alles klingt. Doch auch abseits vom Gaming lud all diese Technik zum ausgiebigen Herumexperimentieren ein. Schreibt eure AUTOEXEC.BAT um, drückt die Turbotaste und macht euch bereit für Multimedia.

8 Gedanken zu “048: 486er mit 66 MHz

  1. Hallo Ihr lieben Rückspultasten,
    Ich höre gerade mit grosser Freude euren neuen Podcast und erinnere mich mit breitem Grinsen im Gesicht an meinen ersten PC – eben einen Intel 486DX2 mit 66Mhz 🙂
    Eine Gamekarte war, wenn ich mich recht entsinne, eine 8bit ISA Karte die 2 zusätzliche serielle Schnittstellen mitbrachte, damit man einen Joystick bzw. andere Game Controller anschließen konnte. Der Serielle Port des PC Mainboards war nämlich schon oft von der Maus belegt. Soweit meine Erinnerung daran. Der Preis von ca. 20DM sollte dafür passen.

    Liken

  2. Bis Ende 86 war mein Leben und mein Berufsleben computerfrei, in der (großen) Spedition, in der ich gearbeitet habe, wurden Borderos, Rollkarten (10fach Durchschlag- mit Kohlepapier!), Frachtbriefe und Rechnungen mit Schreibmaschine geschrieben. Avise natürlich per Telex (mit Lochstreifen!).

    Ich wechselte dann zu einem Carrier, der seine eigenen Trailer (Sattelauflieger) mit einem selbstgestrickten System auf einer S38 verwaltete, grüne Schrift auf schwarzem Schirm, gedruckt wurde auf breitem grün-grünen Papier mit Nadeldrucker unter Schallschluckhaube. Das war mein erster Kontakt zur Computerwelt.

    Ca 1991 wurde dann zusätzlich ein PC angeschafft.
    Es war ein 386er mit 4 MB RAM, da bin ich mir ziemlich sicher.
    Wir hatten darauf eine Software über DOS laufen, für Kundendaten, da konnte man Berichte und so Krams reinschreiben.

    Auf mein Drängen hin wurde der dann noch mit Word Perfect ausgestattet, das hatte ich bei einer Sekretärin in einer befreundeten Firma gesehen und war begeistert.

    Irgendwann kam unser IT-Mensch aus Holland und rüstete den PC mit Windows 3.1. auf, und bekamen eine windows basierte Version von WP, die Kundensoftware lief weiter auf DOS.

    Als Drucker hatten wir einen HP 4 L.

    Da unser Computersupport in Holland war und wir daher bei Problemen immer nur telefonische Hilfe bekamen, lernte ich einiges über PCs, konnte auch so ein paar DOS-zeilen schreiben, und auch selbstständig was aufschrauben und reingucken und auf Anweisung Sachen dran machen. Auch eine Art von Wissen, wenn auch meilenweit weg vom echter Computer-Ahnung.

    Als ich 1994 die Firma wechselte, gleiche Branche, gleiche Verwaltung auf S38 / später S400, hatten diese den Sprung ins PC Zeitalter noch nicht geschafft.
    Ich initierte den Kauf eines 486er, und ebenfalls einem 4 L Drucker. Dazu ein Paket mit Word und Excel. Cheffe und ich besuchten einen Excel Kurs, um das Programm verstehen zu lernen. Die Industrie kam zu der Zeit schon mit Ausschreibungen via Excel, da war das wichtig.

    E-Mail-Programm bekamen wir über Zusatzsoftware via die S400, da musste man dann zwischen Hauptprogramm und E-Mail hin- und herswitchen. Zum Briefeschreiben ging man dann an den PC-Schreibtisch. So war das früher.

    1999 bestand ich auf Internetzugang auf Arbeit, T-DSL wurde gebucht und ebenfalls über den PC laufen gelassen. Unsere gemeinsame Mittagspausenfreude war dann nachspielen von Wer wird Millionär. Hach, da kommen Erinnerungen hoch.

    2003 wurde die Firma nach Holland verlegt und ich habe den 4 L abgestaubt, der noch gut weitere 5 Jahre bei mir zuhause seinen Dienst versah… ;-).

    Meine Generation – bin JG 66 – tat sich – teilweise je nach Berufsbild – doch schon deutlich schwer mit dem Einstieg in die Computerwelt. Viele kamen da erst über ihre Kinder damit in ernsthaft in Kontakt und verlassen sich bis heute darauf, dass ihnen ihre Kinder dabei helfen. Die meisten haben zwar jetzt über das Smartphone sozusagen zwangsweise mehr Kontakt mit Computergedöns, aber wenn ich schon höre „mein Sohn hat mir das ausgesucht und eingerichtet“, dann schäme ich mich schon ein bisschen fremd.

    Uffz, das war jetzt lang. Freue mich auf den nächsten TEil zu dieser Serie.

    Liken

  3. Hey, wieder ne geile Folge…

    Könntet ihr irgendwann mal ne Ausgabe zu Adventure Games machen? Das macht voll viel meiner Kindheit aus… und ich habe nur Larry, Indiana Jones und Monkey Island gezockt (und alle Anstoss und Fussballmanager Teile bis zum Abwinken, aber das ist ja glaube ich nicht so euer Fachgebiet)

    Auf jeden Fall tolle Folge, macht mega Spass euch zuzuhören

    Greets

    Liken

    • Okay… Hab die Folge nicht aufmerksam gehört. Ihr plant ja sowieso schon eine 90er Jahre Spiele Episode 🙈… Dann freue ich mich einfach auf zukünftige casts zu diesem Thema ❤️

      Liken

      • Mahlzeit Pulli,

        danke für Dein Lob, das geht runter wie gebutterte Lemminge!
        Es kommen in diesem Jahr voraussichtlich noch zwei Fortsetzungen aus dem Themengebiet – da ist bestimmt was für Dich dabei.

        – Sebastian

        Liken

  4. Hallo Jungs,
    das war wieder eine geniale Folge. Ich höre Euch meistens immer etwas zeitversetzt und zum Teil auch nicht in chronologischer Reihenfolge (gerade bin ich bei Bucci).
    Bei der PC-Folge habe ich mich mehrmals ertappt, wie ich beim Hören genickt oder etwas geantwortet hatte. Das war genau mein Thema. Mein erster PC war ein 486 DX2 80 Mhz mit 420 MB Festplatte von Vobis, den ich mir mit dem Abschiedsgeld vom Zivildienst im Jahr 1995 gekauft hatte. Mit 14 Zoll Monitor hatte das Paket rund 1.800 DM gekostet. Als Betriebssystem hatte der Rechner OS/2. Das war damals neu und man dachte, es würde Windows den Schneid abkaufen. Tat es aber nicht. Ich musste mir dann schwarz Windows 3.11 besorgen (jetzt zum Glück verjährt). OS/2 kannte auch niemand und es war dann schnell in Vergessenheit geraten. Die Soundkarte, CD-Rom und 4 weitere MB RAM hatte ich mir später nachgerüstet, was zusätzlich noch einmal 500 DM kostet. Mittlerweile erzähle ich meinem Sohn, wie ich damals Doom mit dem Sound des PC-Lautsprechers gespielt hatte und es für mich das absolute Spielerlebnis gewesen war. Für ihn nur schwer nachvollziehbar, komisch …

    Macht weiter so. Ihr seid SUPER!!

    Liken

Schreibe eine Antwort zu Heiko Gothe Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s